51. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Medizinische Physik (DGMP) e. V.

09.–12. September 2020 • Leipzig

51. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Medizinische Physik (DGMP) e. V.

09.–12. September 2020 • Leipzig

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Grußwort

Ulrich Wolf
Bernhard Sattler

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

als im Jahre 1895 Wilhelm Conrad Röntgen zufällig, oder besser, mit dem Sinn des Wissenschaftlers fürs Unerwartete die später nach ihm benannten Strahlen entdeckte, markierte das den Beginn einer Entwicklung, die bis heute anhält und deren Ergebnisse aus dem täglichen Leben nicht mehr wegzudenken sind – genauso wenig wie die Folgen der Entdeckung der Radioaktivität durch Antoine Henri Bequerel nur ein Jahr später. Da sich die Entdeckung Röntgens im Herbst 2020 zum 125. Male jährt, haben wir dieses Jubiläum auch als Motto für unsere Jahrestagung gewählt. Wir wollen dabei einen Bogen spannen, der sich von den frühen Jahren bis zu den neuesten Entwicklungen der Röntgentechnologie der Gegenwart erstrecken wird. Nicht zuletzt hat das seit Anfang 2019 geltende neue Strahlenschutzrecht die Arbeit des Medizinphysikexperten insgesamt und ganz speziell in der Radiologie mehr in den Fokus genommen – Anlass und Gelegenheit, nach gut eineinhalb Jahren eine Zwischenbilanz zu ziehen. Gleichsam wollen wir die Medizinphysiker, deren Tätigkeitsschwerpunkt in der Nuklearmedizin liegt, wieder mehr in das wissenschaftliche Leben auch unserer Gesellschaft mit einbeziehen – die Wahl eines der Tagungspräsidenten ist dafür ein klares Signal. Im Bereich der Strahlentherapie werden wir uns diesmal beim „Klassiker“ Bestrahlungsplanung ganz besonders zwei Körperregionen zuwenden, die erfahrungsgemäß ein hohes Maß an Komplexität bieten und zu denen ein Austausch der Erfahrungen sehr hilfreich sein wird. Auch wenn damit ein Schwerpunkt der Tagung auf den „strahlenden“ Gebieten liegen wird, so sollen die anderen Disziplinen, in denen medizinphysikalische Kompetenz die erfolgreiche Arbeit unserer ärztlichen Kollegen erst möglich macht, ebenso gebührend Raum bekommen. Aber das liegt nicht nur an uns, sondern lebt auch von der aktiven Beteiligung aller Kolleginnen und Kollegen, die auf dem Gebiet der Medizinischen Physik tätig sind und die die wissenschaftlichen Sitzungen auf der Tagung zu einem Ort der Vorstellung und der Diskussion von Ergebnissen, Entwicklungen und auch von Visionen machen.

Neben der Präsentation der eingereichten Beiträge als Vortrag oder Poster, den Plenarsitzungen mit eingeladenen Referenten, dem „Young Investigator Forum“, einer Ausstellung, auf der die Industrie ihre aktuelle Produktpalette vorstellt, den ebenfalls von der Industrie getragenen Lunchsessions, werden – wie seit einigen Jahren mit großem Zuspruch praktiziert – auch wieder zahlreiche Fachsitzungen, die direkt aus dem Kollegenkreis initiiert und gestaltet werden, das Programm bereichern. Unsere „Junge Medizinphysik“ wird sich neben einem eigenen Track auch aktiv mit in die Programmgestaltung einbringen. Weiterhin werden Refresherkurse, die Gelegenheit zur Aktualisierung der Fachkunde im Strahlenschutz sowie diverse Workshops im Tagungsprogramm zu finden sein. Geplant ist ebenfalls ein neuer Anlauf, interessierte MTRA über eigene Sitzungen mit in die Tagung einzubeziehen und vor allem den in den Medizinphysik-Abteilungen Tätigen eine fachliche Heimat zu bieten.

Hiermit laden wir alle Kolleginnen und Kollegen ganz herzlich zur 51. Jahrestagung der DGMP im September nach Leipzig ein, in die derzeit sich am dynamischsten entwickelnde Großstadt, geprägt durch Jahrhunderte des Handels, aber auch in eine weltoffene Stadt der Kunst, der Musik, des Buches und der Wissenschaft. Und sollte das straffe Tagungsprogramm ein Verlassen des attraktiven Kongresszentrums erlauben, dann lohnt sich – zum Beispiel vermittels des in der Registrierung enthaltenen ÖPNV-Tickets ein Abstecher in die Innenstadt für einen Streifzug durch die berühmten Passagen oder auch nur die Betrachtung der tollen Gründerzeitarchitektur aus einer der zahlreichen Lokalitäten in der Innenstadt.

In der Hoffnung auf zahlreiche und aktive Beteiligung an der Tagung verbleiben wir als Kongresspräsidenten

Ulrich Wolf und Bernhard Sattler